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Plazenta-nasoden

Die Plazenta, der „Mutterkuchen“, wird seit Urzeiten zu medizinischen Zwecken angewendet. Kraft, Stärke und Gesundheit sollte sie bringen, „Seelenbruder“ des Kindes sollte sie sein. Man bewahrte sie in besonderen Gefäßen auf, trocknete sie, fertigte alle nur erdenklichen Heilmittel daraus oder vergrub sie am Hauseingang , unter einem Baum oder anderen wichtigen Orten.

Seit wann Plazenta-Nosoden verwendet werden, ist nicht bekannt. In jedem Fall vereinfachen sie im Vergleich zum Ursprungsorgan die Handhabung für den Anwender, da es sich bei Globuli um bereits verarbeitete Plazenta handelt. Bei der Herstellung der Globuli, der sogenannten Potenzierung, wird die Plazenta nicht nur „gereinigt“, sondern auch energetisch aufgewertet. Das macht die Plazenta-Nosoden in doppeltem Sinn zu einer einmaligen, individuell angefertigten und sehr wertvollen Arznei. So kann die ganze Familie die Plazentakräfte, von denen das Kind vor seiner Geburt gezehrt hat, zur Stärkung des Organismus und Linderung von Beschwerden nutzen ... und das Kind hat seinen ehemaligen „Seelenbruder“ – in potenzierter Form – allzeit in seiner Nähe.

 

Prinzipiell ist die Behandlung aller Beschwerden, bei denen regulierend auf den Organismus eingewirkt werden soll, ein potentielles Einsatzgebiet für Plazenta-Nosoden.

 

Dies umfasst u.a. unsere Körperabwehr  bzw. das Immunsystem (aufbauend bei Infekten, absenkend bei überschießenden Reaktionen wie Allergien), Regulierung der Milchproduktion, das Hormonsystem (Regelbeschwerden, Menopause, Klimakterium ...) oder auch Beschwerden wie Migräne oder Neurodermitis. 

 

Die Einnahme während einer erneuten Schwangerschaft (z.B. vorbeugend zur Stärkung der Körperabwehr) wird vielfach empfohlen. Die Einnahme während der Stillzeit sollte vorsichtig erfolgen, da Berichten zu Folge es u.U. zu einem Milcheinschuss kommen kann.

Ausgeschlossen sind Erkrankungen, bei denen andere Behandlungen zwingend notwendig oder von Therapeuten empfohlen werden. In jedem Erkrankungsfall ist prinzipiell ärztlicher Rat empfehlenswert. 

Haftungsrechtlicher Hinweis: Bei den Plazentanosoden, oft auch Plazentaglobuli genannt, handelt es sich streng genommen um sogenannte „Sarkoden“. So nennt man homöopathische Arzneimittel, bei denen das Ausgangsmaterial für die Herstellung körpereigen ist. Dies hat zur Konsequenz, dass Hersteller von Plazentanosoden Anwendungsempfehlungen aus haftungsrechtlichen Gründen prinzipiell nur für die Mutter geben können. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass Plazentaglobuli haftungsrechtlich nur für die Mutter bestimmt sind. Natürlich gibt es viele Anwendungserfahrungen, die belegen, dass gerade auch Babys, aber auch Geschwisterkinder und der Papi davon sehr profitieren können. Für diese Anwendungen muss die Mutter die Verantwortung übernehmen.

 

C- oder D-Potenzen?

 

C- und D-Potenzen unterscheiden sich in der Herstellungsart. Einen wesentlichen Einfluss auf die Wirksamkeit hat dies erfahrungsgemäß nicht. So ist z.B. die Wirkung von Plazentaglobuli D6 mit C6 vergleichbar. Alle weiteren Empfehlungen gelten also für C- und D-Potenzen gleichermaßen.

In Frankreich, Schweiz und England werden fast ausnahmslos C-Potenzen hergestellt, in Deutschland und vor allem in Österreich sind D-Potenzen üblich. Diese geografischen Unterschiede sind historisch gewachsen und spielen therapeutisch kaum eine Rolle.

 

ANWENDUNGSGEBIETE, POTENZWAHL + DOSIERUNG FÜR PLAZENTA-NOSODEN

 

Eine vollständige Auflistung möglicher Anwendungen gibt es nicht. Diese ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Prinzipiell ist die unterstützende Behandlung aller Beschwerden, bei denen regulierend auf den Organismus eingewirkt werden soll, ein mögliches Einsatzgebiet für Plazentanosoden. Dies umfasst u.a. die Körperabwehr  bzw. das Immunsystem (aufbauend bei Infekten, absenkend bei überschießenden Reaktionen wie Allergien), das Hormonsystem (Regelbeschwerden, Menopause, Klimakterium ...), Regulierung der Milchproduktion, Abstillen oder auch Beschwerden wie Migräne oder Neurodermitis. 

Die Anwendungsempfehlungen für Plazentaglobuli sind somit sehr weit zu fassen, z.B. Infekte, Erkältungen, Stillprobleme, allergische Beschwerden, Hautbeschwerden, Stress und Belastungssituationen. 

Die folgenden Anwendungsempfehlungen für Plazentanosoden beruhen auf Erfahrungen von Therapeuten und Hebammen, die in den meisten Fällen mündlich weitergegeben wurden und sind in der Literatur beschrieben: 

Kinderheilkunde

  • Entschärfung von Stressmilch (Mutter gestresst, Milch wird schwer verdaulich, Baby bekommt davon Blähungen)
  • zur Vorbeugung gegen Stress beim Baby (z.B. Taufe, viel Unruhe, Familienfeier). So hat es mehr Gelassenheit. Auch die Mutter kann sich damit nervlich besser wappnen!
  • Kolikartige Bauchschmerzen
  • Akute Erkrankungen der oberen Luftwege (z.B. Schnupfen, Sinusitis, Mittelohrentzündung, Hals- oder Rachenentzündung, Husten, Bronchitis)
  • Kinderkrankheiten
  • Frühgeburtlichkeit
  • Frühabnabelung
  • Schwächezustände (anämische Zustände)
  • Hauterkrankungen (z.B. Ekzeme, Neurodermitis, Psoriasis/Schuppenflechte, Akne)

Frauenheilkunde

  • Zur Steigerung der Milchproduktion, wenn z.B. durch Stress die Milchbildung zurückgeht
  • Entschärfung von Stressmilch (Mutter gestresst, Milch wird schwer verdaulich, Baby bekommt davon Blähungen)
  • Um die Muttermilch nahrhafter zu machen, wenn das Baby nach einem Wachstumsschub kräftigere Milch benötigt und nicht mehr satt zu werden scheint (... statt früh zuzufüttern).
  • Unterstützung des Abstillens
  • Bei leichten Beschwerden oder Schmerzen vor und/oder während der Periode.
  • Regulation chronisch unregelmäßiger Zyklen
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Rückbildung der Gebärmutter
  • Rückbildung von Myomen


Allgemeinmedizinische Anwendungen

  • Akute Erkrankungen der oberen Luftwege (z.B. Schnupfen, Sinusitis, Mittelohrentzündung, Hals- oder Rachenentzündung, Husten, Bronchitis)
  • Hauterkrankungen (z.B. Ekzeme, Neurodermitis, Psoriasis/Schuppenflechte, Akne)
  • Chronische Entzündungen aller Art (rheumatische Beschwerden, Asthma ...)
  • Allergische Beschwerden
  • Migräne
  • Schwächezustände (anämische Zustände)
  • Umweltbedingte Erkrankungen wie z.B. Beschwerden durch Innenraumbelastungen

 

Sind Plazentanosoden mit anderen Arzneimittel kombinierbar?

 

Prinzipiell sind Nosoden mit jedem anderen Arzneimittel kombinierbar. Sind Sie in homöopathischer Behandlung bei einem Therapeuten, so sollten Sie vor der Einnahme der Plazentanosoden Ihren Therapeuten informieren bzw. befragen.

 

Dosierung | Welche Potenz bei welchen Beschwerden?

 

Die unterstützende Behandlung von Beschwerden mit homöopathischen Mitteln ist prinzipiell sehr einfach. Man unterscheidet nur, wie stark die Beschwerden sind bzw. die Art der Beschwerden. Wo die Beschwerden sind, ist zweitrangig. 

sehr akute Beschwerden

Starke Schmerzen, heftige Beschwerden

akute Beschwerden

Man ist halt krank, es tut etwas weh, alles ist aber nicht dramatisch

subakute Beschwerden

Man fühlt sich besser, aber es steckt noch etwas im Körper. Fühlt sich nicht fit, Beschwerden kommen und gehen

chronische Beschwerden

Alle Beschwerden, die länger als vier Wochen bestehen

psychische Belastungen

z.B. Stress, belastende Situationen 

 

Dosierung | Welche Potenz ist die Richtige?

 

Je nach Art der Beschwerden wird nun die Potenz ausgewählt. Dabei gibt es nicht die richtige Potenz, sondern es gibt Potenzbereiche, aus denen man zunächst eine beliebige Potenz auswählen kann. Die Potenzbereiche gelten gleichermaßen für D- oder C-Potenzen. 

sehr akute Beschwerden:

Potenz 6 bis 12

akute Beschwerden:

Potenz 6 bis 12

subakute Beschwerden:

Potenz 10 bis 30

chronische Beschwerden:

Potenz 12 bis 200

psychische Belastungen:

Potenz 12 bis 200

 

Dosierung | Wie oft einnehmen?

 

sehr akute Beschwerden:

Alle 5-20 min, maximal über 1-2 Stunden

akute Beschwerden:

3 bis 4mal täglich, maximal 2-4 Tage

subakute Beschwerden: 

1 bis 2mal täglich, maximal 2-3 Wochen

chronische Beschwerden:

1 x täglich, maximal 3-4 Wochen

psychische Belastungen: 

Bei sehr akuten Belastungen alle 5 - 20 min max. 1- 2 Stunden 

Bei akuten Belastungen 3 - 4 mal täglich max. 3 - 4 Tage 

Bei länger bestehenden Belastungen:1-2mal täglich bei Bedarf bzw. max. 3–4 Wochen 

 

 

Wie einnehmen? 

Mindestens 15 Min. vor und nach der Einnahme homöopathischer Mittel sollte nichts gegessen oder getrunken werden.  Globuli sollen gelutscht oder unter die Zunge gelegt werden. Säuglingen legt man ein Globuli hinter die Unterlippe. Vor dem Schlucken die Globuli einige Zeit im Mund belassen. 

Globuli können auch in Wasser aufgelöst werden. Rühren Sie vor der Einnahme die Lösung einige Male gut um. Benutzen Sie dazu kein Metallbesteck sondern z.B. einen Plastiklöffel.

 

Wieviele Globuli?

 

Die Einzeldosis beträgt   

bis 2 Jahre: 1-3 Globuli   2 bis 6 Jahre: 3-4 Globuli  ab 6 Jahre + Erwachsene: 5 Globuli

Ein Glas mit 10g Globuli, das sind ca. 1000 Kügelchen, reicht kleinen Kindern für über 300 Einnahmen und Jugendlichen sowie Erwachsenen für etwa 200 Einnahmen. 

Die Behandlung von Kindern, weitere Potenzgaben oder eine Ausdehnung der Therapiedauer sind im Einzelfall individuell anzupassen. Im Allgemeinen erfordern akute Erkrankungen häufigere und kürzere, chronische Leiden seltenere und längere Gaben. 

Einnahme Kleinkinder und Kinder:

Kinder und Kleinkinder erhalten 3 Globuli (statt 5 Globuli) in einen Schluck Wasser. Mit Plastiklöffel verkleppern und trinken.  

 

Was ist zu beachten? 

 

Wichtig: Sollte eine positive Reaktion auftreten, Einnahmefrequenz deutlich vermindern oder ganz absetzen. Tritt eine positive Reaktion ein,  könnte diese aber besser sein oder kommt sie ins Stocken, dann wechseln Sie auf eine höhere Potenz.

 

* Prinzipiell sollten Sie homöopathische Mittel einnehmen, bis eine Veränderung (d.h. Reaktion des Körpers) eintritt. Haben Sie die richtige Potenz bzw. das richtige Mittel ausgewählt, so muss eine Besserung bei sehr akuten Beschwerden innerhalb kurzer Zeit, d.h. innerhalb weniger Stunden eintreten, bei akuten Beschwerden innerhalb weniger Tage. 

 

* Tritt eine Besserung ein, so vermindern oder beenden Sie die Einnahme. Der Körper reagiert nun auf den Arzneimittelreiz, und dabei sollen wir ihn nicht „stören“.

 

* Bei der Behandlung von chronischen Beschwerden (z.B. Neurodermitis) benötigen Sie mehr Geduld. Eine Wirkung tritt u.U. erst nach vielen Tagen regelmäßiger Einnahme ein. 

 

Wichtig: Sollte keine Reaktion auftreten: Einnahme absetzen und mit Therapeuten oder Apotheke Rücksprache halten.

Nebenwirkungen? 

 

* Wichtig: sollten eine Verschlechterung oder neue Symptome auftreten: Einnahme absetzen, ev. mit Hebamme, Therapeuten oder Apothekenteam rücksprechen.

 

* Gelegentlich können sich nach der Einnahme von homöopathischen Arzneimitteln Symptome verstärken. Dabei kann es sich um eine Erstreaktion des Körpers handeln. Dies kann ein gutes Zeichen sein und würde den Heilungsprozess erlebbar machen. Sollten Sie sich über das weitere Vorgehen unsicher sein, dann setzen Sie sich mit dem Arzt, Therapeuten oder unserem Team in Verbindung. 

 

* Sollten während der Einnahme der Globuli neue Beschwerden auftreten, bitte das weitere Vorgehen mit dem Arzt, Therapeuten oder dem Apotheken-Team besprechen.

 

Wechselwirkungen?

 

Wechselwirkungen zwischen homöopathischen Mitteln und anderen Arzneien sind nicht bekannt. Bei der gleichzeitigen Einnahme anderer homöopathischer Mittel kontaktieren Sie ihren Therapeuten oder das Apothekenteam. 

Die Wirkung homöopathischer Mittel kann durch die zeitgleiche Einnahme von Reiz- und Genussmitteln oder durch eine ungesunde Lebensweise ungünstig beeinflusst werden. 

 

Gegenanzeigen und Kontraindikationen?

 

Wie bei allen Arzneien ist es auch bei homöopathischen Mitteln ratsam, während Schwangerschaft und Stillzeit vor der Einnahme ärztlichen Rat einzuholen.  

Plazentanosoden und Diabetiker: Die Einnahme homöopathischer Globuli, beachtet man die Dosierungs-empfehlung, spielt bei der Berechnung der täglichen Broteinheiten keine Rolle (ein Globulus enthält ca. 0,009g Kohlehydrate, das entspricht etwa 0,0007 BE. 1450 Globuli entsprechen ca. 1 BE (ca. 12g Kohlenhydrate).

Sollten Sie weitere Arzneimittel einnehmen, fragen Sie bitte Ihren Therapeuten oder das Apothekenteam.

 

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