Belegarztklinik Kreisspital Surses - CH-7460 Savognin Tel. 0041 (0)81 6691400 - info@spital-savognin.ch
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Empfängnisverhütung

Moderne Verhütung bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten. Die Entscheidung für oder gegen eine Verhütungsmethode ist von vielen Überlegungen, Ihren persönlichen Bedürfnissen und individuellen Risikofaktoren abhängig und variiert auch in unterschiedlichen Lebensphasen.

 

Nicht immer ist es so einfach, den Wunsch nach größter Sicherheit, guter Verträg - lichkeit, geringem Nebenwirkungsspektrum, einfacher Handhabung und guter Wirkdauer zu vereinen.

 

Dazu gehören die Pille, das Einlegen der Spirale, Injektionen einer 3 Monatsspritze, das Einlegen eines Gestagenstäbchens und vieles mehr. Auch natürliche Verhütungs - methoden wie Zykluskontrolle, Temperaturmessung, Schleimstrukturmethode können für Sie der geeignete Weg sein.

 

Wir informieren Sie gerne individuell über die für Sie sinnvollste und passende Verhütungsmethode !

 

 

Info über kombinierte orale Kontrazeption

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Pilleneinnahme und zeitverschiebung

 

 

Was bei längeren Reisezeiten zu beachten ist


Die Einnahmeintervalle der Pille müssen auch auf Reisen eingehalten werden, um eine sichere Verhütung zu gewährleisten. Prinzipiell wird der Einnahmerhythmus nur dann an die Ortszeit des jeweiligen Urlaubslandes angepasst, wenn diese bei Kombinationspräparaten um mehr als 12 Stunden und bei der Minipille um mehr als drei Stunden von der deutschen Zeit abweicht. Bei Kombinationspräparaten ist jedoch zu empfehlen, bereits bei Zeitunterschieden von zehn Stunden den Einnahme- zeitpunkt der Pille anzupassen, um da mit zusätzliche Zeitverschiebungen, wie etwa durch Sommer- oder Winterzeit, auszugleichen.

 

Die Kombinationspille

 

Bei Kombinationspräparaten (enthalten Östrogen und Gestagen) besteht ein sicherer Schutz, wenn der Zeitabstand zwischen zwei aufeinander folgenden Dragees nicht mehr als 36 Stunden beträgt. Wenn also die Zeitverschiebung nicht größer als 12 Stunden ist, kann die Pille zu Hause und auch am Urlaubsort zur gewohnten Zeit eingenommen werden. Bei einer Zeitverschiebung von mehr als 12 Stunden (zum Beispiel Neuseeland) sollte nach circa 12 Stunden eine „Zwischenpille“ genommen werden. Die Einnahme der nächsten Pille kann dann wieder zur gewohnten Zeit erfolgen. Bei Reisen über die Datumsgrenze sollte die Kombinationspille alle 24 Stunden unabhängig von der jeweiligen Zeitzone eingenommen werden.

 

Die Minipille

 

Bei der Minipille (enthält nur Gestagen) darf die übliche Einnahmezeit nicht mehr als drei Stunden überschritten werden, das heißt, der Zeitabstand zwischen zwei Dragees darf nicht größer als 27 Stunden sein. Bei einer Zeitverschiebung von mehr als drei Stunden sollte nach 12 Stunden eine Zwischenpille genommen und die Einnahme zur gewohnten Stunde Ortszeit fortgesetzt werden. Bei Reisen über die Datumsgrenze sollte die Minipille alle 24 Stunden unabhängig von der jeweiligen Zeitzone eingenommen werden.

 

Beispiel Kombipille

 

Alle Reiseziele (außer Ostasien, Ost- australien, Neuseeland, Westpazifik):

Einnahme vor der Abreise zum Bei- spiel morgens 7 Uhr.

Nächste Pilleneinnahme am Reise- ziel um 7 Uhr Ortszeit (wie zu Hause) Reiseziele

    in Ostasien, Ostaustralien, Neuseeland, Westpazifik (12 Stunden Zeitverschiebung):

Einnahme vor der Abreise zum Bei- spiel morgens 7 Uhr
Nächste Pilleneinnahme zum Bei- spiel 12 Stunden nach der letzten Ein- nahme

Nächste Pilleneinnahme am Reise- ziel um 7 Uhr Ortszeit (wie zu Hause)

 

Beispiel Minipille

 

Alle Reiseziele bis zu drei Stunden Zeit- verschiebung (Europa, Afrika, Vord. Orient, Atlantik)
Einnahme vor der Abreise zum Bei- spiel morgens 7 Uhr

Nächste Pilleneinnahme am Reise- ziel um 7 Uhr Ortszeit (wie zu Hause) Reiseziele

   mit mehr als drei Stunden Zeitverschiebung und Flug nach Osten (Asien, Pazifik):

Einnahme vor der Abreise zum Bei- spiel morgens 7 Uhr
Nächste Pilleneinnahme beim näch- sten Tagesanbruch

Nächste Pilleneinnahme am Reiseziel um 7 Uhr Ortszeit (wie zu Hause) Reiseziele

   mit mehr als 3 Stunden Zeit- verschiebung und Flug nach Westen (Amerika, Karibik,

   Pazifik):

Einnahme vor der Abreise zum Bei- spiel morgens 7 Uhr
Nächste Pilleneinnahme bei Ankunft oder Zwischenlandung im anderen Kontinent

Nächste Pilleneinnahme am Reise- ziel um 7 Uhr Ortszeit (wie zu Hause)

 

Verliert die Pille unter tropischen Temperaturen ihre Wirksamkeit?


Die in der Pille enthaltenen Hormone sind temperaturempfindlich. Daher sollte die Pille zur heißen Jahreszeit an einem möglichst kühlen Ort, im Schatten oder im Kühlschrank aufbewahrt werden. Keinesfalls darf die Pille längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Denn bei Temperaturen über 50 °Celsius besteht die Gefahr einer verminderten Wirksamkeit.

 

Muss ich bei Magen-Darm- Erkrankungen zusätzliche Verhütungsmaßnahmen treffen?

 

Gastrointestinale Störungen (zum Bei- spiel schwerer Durchfall, Erbrechen) können die Wirksamkeit der Pille ver- mindern. Wenn Erbrechen bis zu drei Stunden nach der Einnahme auftritt, sollte sofort die nachfolgende Pille eingenommen werden. Sollten die Magen- Darm-Beschwerden wiederholt auftreten, ist die Wirksamkeit der Pille nicht mehr gewährleistet. Es sind zusätzliche Verhütungsmaßnahmen zu treffen.

 

Verträgt sich die Pille mit anderen Medikamenten?

 

Bestimmte zusätzlich zur Pille einzu- nehmende Medikamente (zum Beispiel Antibiotika), die auch Bestandteil der Reiseapotheke sein können, können unter Umständen negativen Einfluss auf die Wirksamkeit der Pille haben. Dies ist im Einzelfall vor Reiseantritt mit dem Arzt abzuklären.

 

Bestehen Bedenken, während eines Tropenaufenthaltes schwanger zu werden?


Tropenaufenthalte sind mit zusätzlichen Gesundheitsrisiken behaftet, insbesondere lauern Infektionen, die hierzulande nicht so häufig auftreten oder gar unbekannt sind. Außerdem können sich bestimmte Prophylaxemedikamente gegen Malaria schädlich auf das ungeborene Leben auswirken, sodass in diesen Fällen eine Antikonzeption sogar dringend empfohlen wird. Es wird daher abgeraten, während einer Tropenreise eine Schwangerschaft zu planen. Nach Einnahme bestimmter Malaria-Medikamente sollte eine Frau erst drei Monate nach Absetzen der Prophylaxe auf eine Verhütung verzichten und eine Schwangerschaft planen.

 

Die Pille ging verloren, was soll ich tun?


Bei einer Reise in fremde Länder ist es sinnvoll, sich den Beipackzettel zu kopieren oder die Zusammensetzung der Pille zu notieren. So besteht die Möglichkeit, sich das Präparat bei Verlust auch im Ausland zu besorgen, das hier aber in der Regel unter einem anderen Namen erhältlich ist. Sicherheitshalber sind alternative Ver- hütungsmittel, zum Beispiel Kondome, mitzuführen. Diese bieten bei richtiger Anwendung auch einen Schutz vor In- fektionskrankheiten.

 

Wo finde ich weitere Informationen zur Reisemedizin?


Das Institut für medizinische Information, Freiburg/Brsg., stellt im Internet unter www.reisevorsorge.de eine Datenbank zur Verfügung, die aktuelle Informationen zu allen Ländern der Erde bietet. Da- neben findet der Nutzer viele wertvolle Hinweise und Tipps, sodass die schönsten Wochen des Jahres nicht getrübt werden.

Viele Informationen zum Thema „Frau, Mann und Familienplanung“ unter www.frau-und-mann.de

 

Flugzeiten von fünfzehn und mehr Stunden sind bei Fernreisen keine Seltenheit. Frauen, die die Antibabypille nehmen, orientieren sich hauptsächlich an den Tageszeiten und neh- men die „Pille“ regelmäßig alle 24 Stunden. 

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